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Saltatio MortisWebseite: http://www.saltatio-mortis.comMySpace Profil: http://www.myspace.com/mittelalterpunk Eines Wintertages im Jahr 2000 trafen auf einem mittelalterlichen Markt einige Musiker zusammen, die - ungeachtet ihrer jeweiligen musikalischen Herkunft von Metal bis Folk - das Interesse an der mittelalterlichen Musik verband. Man fand zu harmonischem Zusammenspiel und schließlich zur Gründung eines gemeinsamen Bandprojekts, um fortan mit Dudelsäcken und lauten Trommeln die Bühnen der Mittelaltermärkte zu erobern. Die Band gab sich den Namen Saltatio Mortis – eine Anspielung auf die Darstellung des Todes als Spielmann in der mittelalterlichen Kunst. Mit dem Anspruch, lauter und besser zu spielen als der Tod, musizieren die Spielleute gegen diesen an – Wer tanzt, stirbt nicht! wurde folgerichtig zum Bandmotto. Die Musiker selbst traten unter „mittelalterlichen“ Pseudonymen auf: Alea, Falk, Lasterbalk, Thoron, Ungemach, Dominor und die Fackel bildeten die Urbesetzung von Saltatio Mortis.
Das Septett spielte akustische Marktmusik und bediente die rasch aufkommende Nachfrage
nach einem Tonträger schon ein Jahr nach Gründung: „Tavernakel“ bot einen Querschnitt
durch die Top Ten der Mittelalter-Marktmusik. Doch auf puren Mittelalter-Sound wollte man
sich nicht beschränken – schließlich waren die Musiker auch mit modernen Instrumenten
und Musikstilen vertraut, die Möglichkeiten für faszinierende Crossover boten. Bereits 2002
– die Band war nun beim Label Napalm Records unter Vertrag – erschien mit „Das Zweite
Gesicht“ ein Album, das mittelalterliche mit modernen, damals noch weitgehend
elektronischen Einflüssen kombinierte. Zeitgleich rückte Alea als Sänger in den Vordergrund
der Band. Die deutschsprachigen Texte thematisierten vor allem Liebe, Leidenschaft, Leben
und Tod; mit „Dunkler Engel“ beinhaltete das Album einen der ersten großen Hits. Auch
sonst war der Erfolg für das moderne Debüt der Band beachtlich: „Das Zweite Gesicht“ stieg
umgehend in die deutschen Alternative Charts ein.
Mit dem Rock-Projekt eröffneten sich für die Spielleute weitere Möglichkeiten für Konzertauftritte, denn nun war nicht mehr zwingend ein mittelalterlicher Veranstaltungsrahmen nötig: Rasch erwiesen Saltatio Mortis sich neben bereits namhaften Acts wie Schandmaul, Tanzwut und In Extremo als Publikumsmagnet auf Festivals wie dem Castle Rock oder dem Feuertanz-Festival. Parallel dazu vernachlässigten Saltatio Mortis aber auch ihre Wurzeln nicht: 2003 erschien das akustische Album „Heptessenz“, eine Sammlung von diesmal weniger bekannten mittelalterlichen Titeln, die in der Interpretation durch Saltatio Mortis einen zum Teil überraschend modernen Sound erhielten. „Heptessenz“ elektrisierte die Mittelalter-Musikszene und gilt als eine der besten Mittelalter-CDs der vergangenen Jahre, die sich wiederum in den Alternative-Charts und den Lesercharts des Magazins „Orkus“ platzierte. Im folgenden Jahr beschäftigten Saltatio Mortis sich - erneut im Studio von Lutz Demmler (Umbra et Imago) - wieder mit neuzeitlicher Musik. „Erwachen“ überraschte mit deutlich in den Vordergrund gerückten Rock-Elementen und einem weiteren großen Hit: „Falsche Freunde“. Als Tour-Support der Band Subway To Sally und auf zahlreichen Festivals wie dem Wave Gothic Treffen und dem M’era Luna konnten Saltatio Mortis ihre Popularität ausbauen. Musikalisch rückten die Rock-Einflüsse weiter in den Vordergrund, lösten die elektronischen Einflüsse ab und führten schließlich zum typischen Saltatio Mortis-Stil, der 2005 mit „Des Königs Henker“ – diesmal produziert von Thomas Heimann-Trosien („Schandmaul“, „In Extremo“) eine weitere Steigerung erfuhr. Härterer, gitarrenlastiger Sound und hintergründige, intelligenten Texte fanden mit mittelalterlichen Klang- und Melodieelementen zusammen. Das Publikumsinteresse hatte Saltatio Mortis nun auch über die eingeschworene Fan-Gemeinde hinaus erfasst: Das Album verbuchte einen Direkteinstieg auf Platz 54 der Media Control Albencharts, bei Festivals zeichnete sich stetig der Aufstieg von den Opener- hin zu Headlinerpositionen im Line Up ab. Für die Marktmusik Fans gab es im selben Jahr mit „Manufactum“ einen in hervorragender Qualität produzierten Live-Mitschnitt eines Marktkonzerts. 2006 kam mit dem Ausscheiden dreier Bandmitglieder der erste Umbruch im Line-Up der Band: Die Fackel, Ungemach und Dominor entschieden sich, fortan eigene Wege zu gehen. Neue Spielleute rückten auf die freiwerdenden Positionen in der Band auf: Mik El Angelo (Saiteninstrumente), El Silbador (Sackpfeifen, Schalmei), Bruder Frank (Bass) und Cordoban der Verspielte (Sackpfeifen, Flöten, Schalmei). In dieser neuen Besetzung spielte die Band 2007 das Album „Aus der Asche“ ein; ein Werk, das den auf dem „Henker“ begonnenen Sound weiter ausführt, aber auch europäische mittelalterliche Quellen berücksichtigt und zugleich eine signifikante qualitative Weiterentwicklung der originären Lyrics (Haupttexter ist zwischenzeitlich Schlagzeuger Lasterbalk) aufweist, die sich nun auch vermehrt mit autobiographischen und sozialkritischen Themen auseinandersetzen. Den Fans und auch dem interessierten Hörer gefiel das: Mit einem Direkteinsteg auf Platz 29 in den Media Control Albencharts konnten Saltatio Mortis dem Erfolg des Vorgängeralbums weit übertreffen. Mik El Angelo gastierte nur eine Saison lang bei Saltatio Mortis und wurde von Samoel an den Saiteninstrumenten abgelöst. Zum Jahreswechsel 2008/2009 kam es noch einmal zu einer größeren Umbesetzung: Cordoban der Verspielte und Gründungsmitglied Thoron verließen die Band, um sich musikalisch neu zu orientieren. Seit 2009 spielen Saltatio Mortis als Sextett – auf Mittelaltermärkten rhythmisch verstärkt durch den neuen Spielmann Jean Méchant. Mit „Wer Wind sät“ bringen Saltatio Mortis am 28. August 2009 nun das mit Spannung erwartete neue Album heraus und bleiben auch in neuer Besetzung ihrem Erfolgsrezept treu: Hochemotionaler Mittelalter-Rock, der mit mitreißendem Sound, raffinierten Kompositionen und intelligenten Texten besticht – kraftvolle Musik zum Tanzen und Feiern, aber auch als Auseinandersetzung mit brisanten gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Themen. Als Produzent zeichnet erneut Thomas Heimann-Trosien verantwortlich; als Gastmusiker konnten Michael Popp (Qntal, Estampie) und Rock-Lady Doro Pesch gewonnen werden. Während sich die Fangemeinde über den Sommer hinweg noch an vornehmlich mittelalterlichen Klängen bei Marktveranstaltungen erfreuen kann, laufen die Vorbereitungen für die „Wer Wind sät“-Tour im Herbst auf Hochtouren – dann gibt es Saltatio Mortis wieder live und rockig zu hören. |








Das Septett spielte akustische Marktmusik und bediente die rasch aufkommende Nachfrage
nach einem Tonträger schon ein Jahr nach Gründung: „Tavernakel“ bot einen Querschnitt
durch die Top Ten der Mittelalter-Marktmusik. Doch auf puren Mittelalter-Sound wollte man
sich nicht beschränken – schließlich waren die Musiker auch mit modernen Instrumenten
und Musikstilen vertraut, die Möglichkeiten für faszinierende Crossover boten. Bereits 2002
– die Band war nun beim Label Napalm Records unter Vertrag – erschien mit „Das Zweite
Gesicht“ ein Album, das mittelalterliche mit modernen, damals noch weitgehend
elektronischen Einflüssen kombinierte. Zeitgleich rückte Alea als Sänger in den Vordergrund
der Band. Die deutschsprachigen Texte thematisierten vor allem Liebe, Leidenschaft, Leben
und Tod; mit „Dunkler Engel“ beinhaltete das Album einen der ersten großen Hits. Auch
sonst war der Erfolg für das moderne Debüt der Band beachtlich: „Das Zweite Gesicht“ stieg
umgehend in die deutschen Alternative Charts ein.